2014

Einsatzreiches Wochenende

Meerbusch, den 18. und 19.07.2014

Der Freitagabend startete um 22:20 Uhr mit einer langen Ölspur, die sich über die Wirtschaftswege rund um Nierst und durch den Ortsteil selbst zog. Der Traktor eines Landwirts hatte den Inhalt seines Treibstofftanks während der Fahrt verloren und die Ölspur erzeugt.

 

Die Löschgruppe Nierst musste die Verunreinigung der Fahrbahn mit rund drei Dutzend Säcken Bindemitteln entfernen und wurde dabei vom Löschzug Strümp unterstützt. Anschließend nahm eine Kehrmaschine das kontaminierte Bindemittel wieder auf.

Der Einsatz dauerte über drei Stunden und erforderte 13 Einstkräfte.

 

Noch während dieser Einsatz lief ging von der Strümper Straße in Osterath die Meldung über einen ausgelösten Raumelder ein. Die Löschzüge aus Osterath und Lank konnten vor Ort von außen keinen Brand feststellen und gingen über eine Steckleiter ins 1. OG vor. Da die Bewohner nicht zu Hause waren mussten die Feuerwehr sich Zugang über eine gekipptes Fenster verschaffen und konnte so zerstörungsfrei in die Wohnung gelangen. Dort kontrollierte sie alle Räume auf einen möglichen Brand. Nachdem zum Glück aber weder eine Verrauchung noch Flammen gefunden wurden, nahmen die Einsatzkräfte die Batterie aus dem noch immer piepsenden Raumelder, verschloss das Fenster wieder von außen und kletterte die Steckleiter wieder runter.

Nach rund 35 Minuten war der Einsatz für die 27 Einsatzkräfte beendet.

 

Am Samstagmorgen folgte dann der Feuerwehrklassiker. Über den ausgefahrenen Drehleiterkorb wurde eine Katze vom Dach eines Hauses auf der Mittelstraße geholt. Kaum waren Feuerwehr und Tier wieder auf dem sicheren Boden, nahm die Katze reiß aus und rannte ohne Dank an die Helfer von dannen. Die zweiköpfige Besatzung der Drehleiter war 26 Minuten im Einsatz.

 

Um 8:40 Uhr wurde die Feuerwehr dann abermals zu einem Brandereignis auf die Kapellenstraße gerufen. Dort sollte sie eine Wohnung nach einem Brand lediglich kontrollieren. Vor Ort stellen die Einsatzkräfte vom Löschzug Osterath aber fest, dass die Wohnung noch verraucht war und gingen mit einem Trupp unter Atemschutz und einem Strahlrohr zur Erkundung vor. Besonders im Deckenbereich fand sie weitere Glutnester und löschte diese ab. Dafür musste die Decke teilweise geöffnet werden. Nach 25 Minuten waren alle Schwelbrände gelöscht und die Feuerwehr konnte „Feuer aus“ melden. Insgesamt 51 Minuten dauerte dieser Einsatz und erforderte 17 Einsatzkräfte.

Die Ursache des Brandes ist unklar. Ebenso die Schadenshöhe.

 

Am Samstagmittag rückte der Löschzug Osterath dann erneut aus, als um 13:50 Uhr die Meldung über ein brennendes Motorrad auf der A57 in Höhe der Anschlussstelle Bovert einging. Die Feuerwehr kontrollierte die Autobahn in beide Fahrtrichtung, konnte aber keinen Brand feststellen. Wie sich im Verlauf des Einsatzes heraustsellt, befand sich die Einsatzstelle in Meerbusch sondern in Höhe des Autobahnkreuzes Wanlo, das die A46 mit der A61 verbindet. Die Notrufmeldung war so zweideutig formuliert, dass die Kreislitstelle sowohl die Feuerwehr Meerbusch als auch die Feuerwehr Jüchen alarmiert hatte.

In diesem Zusammenhang weist die Feuerwehr darauf hin, wie wichtig es beim Absetzen des Notrufes ist, neben der Angabe über das Schadensereignisses und etwaiger Verletzter auch immer eine eindeutige Ortsangabe zu machen. Gerade bei Unglücksfällen auf Autobahnen können Sie sich an kleinen Kilometertafeln am Rand der Fahrbahn orientieren. So können Sie zum Beispiel bei Notrufsäulen angeben, auf welcher Autobahn und an welchem Kilometer Sie sich befinden.

 

Am Sonntagmorgen wurde in der Höhe von Meerbusch Büderich um 9:50 Uhr eine Person im Rhein gemeldet. Noch auf der Anfahrt kam bereits die Rückmeldung, dass die Kollegen aus Düsseldorf die Person gesichert hatten und die Feuerwehr Meerbusch mit den bis dahin ausgerückten Kräften aus Büderich nicht mehr aktiv werden musste.

Die Feuerwehr warnt eindringlich im Rhein schwimmen zu gehen. Auch wenn die äußeren Temperaturen fast dazu einladen, setzen sich auch vermeindlich gute Schwimmer einer Lebensgefahr aus. An den schmalen, in den Rhein ragenden künstliche Landzungen und in Untiefen im Flussbett können sich überall Strudel bilden, die selbst geübte Schwimmerinnen und Schwimmer nach unten in den Tod ziehen. Diese kommen auch nicht gegen den erheblichen Wellenschlag an, der durch den Schiffsverkehr erzeugt wird und ebenfalls nicht unterschätzt werden darf.

 

Um 12:02 folgte dann der zweite Tiereinsatz an diesem Wochenende. Auf dem Görgesheideweg in Osterath war eine Katze in den Motorraum eines Fahrzeuges gelangt. Vermutlich hatte sie sich zum Schlafen unter das Fahrzeug gelegt und sprang, aufgeschreckt vom Starten des Motors, in die Lichtmaschine. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte aus Osterath war das Tier bereits leider verstorben, so dass die Feuerwehr nicht mehr tätig werden konnte.

 

Sonntagnachmittag erreichte die Feuerwehr die Meldung über einen brennenden Fernseher auf dem Birkenweg in Strümp. Die Feuerwehr konnte vor Ort eine ganz leichte Verrauchung des Wohnzimmers und einen Schmorgeruch warnehmen. Zum Glück brannte der Fernseher aber nicht. Die Strümper Einsatzkräfte nahmen den Fernseher  außer Betrieb und trugen ihn in den Garten. Die Besitzer blieben unverletzt, werden den Fernsehr aber nicht mehr nutzen können.

20 Einsatzkräfte der Löschzüge Strümp und Osterath waren ca. 30 Minuten im Einsatz.